Vom anderen Stern

Veröffentlicht: 6. Januar 2010 in Android, Nice

Ich nutze den Anlass, dass Google gestern, am 5. Januar 2010, offiziell sein eigens gebrandetes Handy vorgestellt hat. Das Gerät wurde an die Mitarbeiter vor Weihnachten verteilt – sicherlich zu krisenzeiten nicht der erwartete Bonus, aber immerhin ein exklusives Gerät, das auch noch auf kommende Gerätegenerationen hoffen lässt.
Mein Anlass ist ein knapper Monat mit dem Android-betriebenen Telefon „Motorola Milestone“, welches hier zu Lande von O2 und Vodafone vertrieben wird. In den USA ist es als Droid von Verizon Mobile bekannt.
Es ist mein erstes Android-Handy und es folgt mein kurzes Fazit:

Android ist spitze! Zumindest in der hier dargebotenen Version 2.0 (das Google-Telefon wird mit Android 2.1 ausgeliefert). Im Vergleich zu anderen Android-Geräten ist es schnell (was aber auch am Prozessor liegen mag) und super intuitiv. Eine Anleitung liegt aus gutem Grund diesem Gerät (und wohl auch anderen) nicht bei, da sich das System selbst erklärt bzw. bei der Vielfalt an Darbietungen wohl auch nicht sinnvoll ist.

Wir halten fest, dass das Milestone meine Erwartungen mehr als erfüllt hat. Bei diesen Smartphones liegt der Reiz natürlich generell darin, beliebig viele und unterschiedliche Applikationen (die „Apps“) zu installieren. Dies kann man sicherlich auch mit dem iPhone und mit Windows Mobile Geräten, selten aber wurden die Apps so stimmig zusammengestellt und integrieren sich so hervorragend in das System. Ich kannte das von meinem HTC Touch Pro (Windows Mobile 6.1 Professional) nicht, vom Nokia E71 mit dem „toten“ Symbian ganz zu schweigen.
Sicherlich ist das auch der kompletten und konsequenten Integration aller Google-Dienste geschuldet. Das Gerät erfordert schon lange nicht mehr ein vorhandenens Google-Konto, aber es hilft ungemein – sofern man nicht der Paranoia gegen Google unterliegt und seine Daten hier ungern preis gibt. Ich nutze Mail, Kalender, Notizen (Docs) und diverse andere Dienste des Internet-Riesen. Somit ist das Telefon auch die ultimative Kommunikationszentrale geworden, und das innerhalb von knapp 4 Wochen. Für fast jede Lebenslage gibt es ein Tool, es gibt sinnvolle und genauso viele sinnlose Apps (ich sage nur BIC-Feuerzeug und Starwars-Laserschwert, die Furz-App usw.). Eine Zusammenstellung der von mir am meisten geschätzten Apps folgt noch – versprochen!
Mein Resumé lautet also: Android schlägt das iPhone wegen seiner Offenheit um längen, wenn auch die Geräte nicht an die Schnelligkeit und Bedienbarkeit des Apfels heranreichen mögen. Rein preislich liegen die Geräte allesamt locker unterhalb des halben Preises eines Apfel-Telefons. Und das ist ja auch schon mal wichtig…

Advertisements

6 Monate Windows 7

Veröffentlicht: 26. Dezember 2009 in Bekloppt oder was?, Windows 7

Ich nutze nun Windows 7 (immer noch die RTM) seit gut einem halben Jahr auf mehreren Rechnern, u.a. auf meinem dienstlichen Notebook. Dies hier soll ein kurzes Fazit sein.
Windows 7 wurde als die „Erlösung“ zu Vista angespriesen, vielfach wurde es als das Servicepack 3 für Vista bezeichnet. Es ist sicherlich mehr, als das. Aber es ist auch nicht wirklich ein neuer Meilenstein in der Windows-Geschichte. Halten wir fest, was es ist, und was es nicht ist:

Es ist…

  • sparsamer als Vista im Umgang mit den Ressourcen, es läuft sogar auf Netbooks anständig
  • dadurch schneller als Vista
  • etwas weniger nervig, sofern die User Access Control aktiviert ist. Diese lässt sich nun in mehreren Stufen einstellen, wie stark sie nerven soll
  • stabiler als Vista, aber nicht so stabil wie XP
  • schick, sofern man auf optische Gimmicks Wert legt. Was wirklich praktisch ist, ist Aero Peek

Es ist nicht…

  • logischer. Im Gegenteil. Vieles ist noch besser versteckt worden als unter Vista
  • bezüglich Netzwerk moderner geworden. Dieselben leidigen Bugs finden sich aus XP wieder. So dauert es ewig, bis Windows erkennt, dass eine Netzwerkressource nicht verfügbar ist. Stoppt man den Prozess, so hängt sich der Explorer auf. Eine Trennung ist nach wie vor nicht erfolgt und der TCPIP-Stack ist immer noch eng mit dem System verwoben – so geht das nicht.
  • bugfreier, im Gegenteil. Besonders nervig ist der Startmenü-Bug, der alle Einträge verschwinden lässt, so fern man eine neue Applikation installiert hat. Totale Panne, liebe Leute von MS.

Mein Fazit: ich nutze es lieber als Vista, aber von einem anwenderfreundlichen OS für Poweruser ist es weit entfernt. Leider läuft meine Musik-Perepherie und meine Arbeitssoftware nur unter Windows, daher kann ich darauf nicht verzichten. Andernfalls liefe nach wie vor LinuxMint als alleiniges System auf meinen PCs.

R.I.P., Ubuntu-Blog

Veröffentlicht: 26. Dezember 2009 in Bekloppt oder was?, Die liebe Technik, Kotz

Es kotzt mich an. Aus heiterem Himmel war MySQL bzw. WordPress nun der Meinung, mein Ubuntu-Blog nicht mehr anzeigen zu wollen. „Error establishing a database connection“ erscheint nur noch. Ich habe nichts verändert. Zugegeben, ich hatte den Blog auf eine andere Maschine umgezogen. Gleiche Datenbanken, dieselben Credentials in den Datenbanken (vorher durch einen Export mit phpMyAdmin angelegt) – und es lief auch alles wunderbar. Nun ist der Server wieder einmal abgeschmiert (dank VMWare-Server, den ich nun deinstalliert habe) und ich musste neu starten. Seit dem läuft der Blog nicht mehr. Keine Logs, keine Fehlermeldungen (bis auf die genannte lapidare Meldung). Ich war immer Verfechter von OpenSource, aber es scheint so, als wenn WordPress nicht mehr das ist, was es mal war. Ich erwäge, den anderen Blog ebenfalls auf ein anderes System zu portieren.

Neues Spielzeug

Veröffentlicht: 16. Dezember 2009 in Android, Motorola Milestone, Nice, Technik

Lange schon blickte ich ein wenig neidvoll auf das HTC Magic eines Kollegen. So smart, so flott und doch so simpel, dieses Android. Sicherlich, es ist, als würde man Google alles überschreiben, was einem gehört. Aber man erhält auch viel dafür. Ich leide nicht unter Paranoia, also habe ich vor einer Weile auf GoogleMail umgestellt. Somit war dieses Thema schon mal gut vorbereitet. Ich habe bisher ein Nokia E71 genutzt. Sicherlich ein nettes Smartphone, allerdings mittlerweile nicht mehr State of the Art. Symbian S60, ein Browser, mit dem man aktuelle Websites nicht richtig sehen kann und teilweise echt nervige Bugs. Mein Plan war es, auf den Anfang des kommenden Jahres zu warten, wenn Android 2.0 etabliert wird und die Telefone auf den Markt schwappen.

Doch so lange brauchte ich gar nicht warten, denn das Motorola Milestone (a.k.a. Droid) gibt es schon jetzt, und zwar seit dem 16. November. Hier sind es abermals Vodafone und O2, die das Teil exklusiv anbieten – bisher. O2 setzt noch einen drauf und startete eine Sonderaktion (parallel übrigens zum Launch des neuen Palm Pre). Das Ganze nennt sich „MyHandy“ und ist nichts anderes als eine Ratenzahlung auf das doch recht teure Smartphone – allerdings ohne Mobilfunkvertrag (= SIM & Zugang) und mit automatischen Vertragsablauf nach 24 Monaten. In summa kommen beide Geräte auf 481,- Euro, was ein wenig unterhalb des üblichen Straßenpreises liegt (z.B. von Amazon). Vorteil aber – zumindest bei dem O2-Gerät: Die Apps aus dem AndroidMarket sind alle zugänglich (für Europa). Man liest viel über ungebundene Geräte, bei denen das nicht der Fall sein soll. Wie auch immer, nach kurzen Telefonaten in den O2-Shops meiner Stadt fand ich schnell das passende Gerät und holte es heute Abend ab. Für den Symbolischen Euro gab es einen kleinen dezenten Karton, der leider auch nicht mehr als ein Headset und eine CD als Zubehör enthält. Viel ist schon über das Milestone geschrieben worden, daher fasse ich nur meine ersten Eindrücke zusammen, die jetzt auch nicht länger als in ein paar Stunden gewachsen sind:

PROS

  • narrensichere Handhabung, was dem absolut famosen Android 2.0 geschuldet ist
  • sehr schneller Prozessor, der auch viele parallel laufende Apps flüssig laufen lässt
  • ein Browser, der es locker mit dem Safari-Pendant aus dem iPhone aufnehmen kann
  • wer „google“lig lebt, der hat alles beisammen
  • Apps ohne Ende, viele netterweise auch kostenfrei (ich habe Twidroid, eBuddy, Maps & Navigation sowie ein SSH-Client installiert)
  • ein Display, auf dem man auch HD-Filme schauen kann – brilliant!
  • mein erster kapazitiver Touchscreen mit virtueller Tastatur – aber nach ein paar Stunden gewöhnt man sich dran
  • Quertz-Tastatur zum Aufschieben (nicht so schick wie beim Xperia, aber durchaus tauglich)
  • sehr edle und solide Verarbeitung

CONS

  • schwacher Akku, aber ich habe auch viel rumgespielt
  • Bluetooth ein bissl dusselig zu handhaben
  • Sync mit Outlook initial etwas kompliziert (ich musste die Kontakte erst Google beibringen)
  • wird sehr warm, wenn man online ist – in der kalten Jahreszeit in der Hosentasche durchaus angenehm *g*
  • bissl eckig und nicht besonders schön, eher wie eine Tafel Herrenschokolade *g*

Vieles konnte ich noch nicht testen: Mediaplayer (Video, Audio), Navigation und GPS-Leistung sowie Exchange-Konten.

Fazit bisher: gute Investition, solider Slider mit ordentlich Leistung – und Android 2.0 wird nach den nächsten Updates sicherlich noch stabiler und komfortabler!

Fundstück der Woche

Veröffentlicht: 13. November 2009 in Allgemein, Nice

Dank Gizmodo habe ich diese geilen Star Wars T-Shirts entdeckt, die man sicher nicht zu ernst nehmen sollte. Ich überlege, mir das „Daddy“-Shirt zu bestellen 🙂

Letztes Kapitel

Veröffentlicht: 12. November 2009 in Bekloppt oder was?, Vodafone

Heute trudelte die Kündigungsbestätigung von Vodafone ein, Termin 8.12., und somit gute anderthalb Jahre vor Ablauf des Vertrages. Scheinbar haben die klaren Worte in der Kündigung gewirkt, so dass hier ohne Halali reagiert wurde. Was ich noch vermisse: eine Stellungnahme zu den Vorwürfen, ein Angebot auf Entschädigung bzw. Kostenrückerstattung (vor 2 Tagen flatterte eine normale Rechnung ins Haus, in der natürlich auch der Ausfallzeitraum mit abgerechnet wurde) oder eine sonstige Reaktion. Zu viel darf man wohl nicht verlangen – oder doch? Ich glaube, ich rufe mal die Hotline an… *fg*

Anschaltung(en) erfolgt!

Veröffentlicht: 5. November 2009 in Die liebe Technik, Nice, Vodafone

Ein denkwürdiger Tag – gleich 2x gab es heute eine Portion Internetzugang. Zuerst morgens der alte von VF, heute Mittag dann der von KD. Der Mensch war zwar ein wenig spät dran, verkabelte aber recht flott. Als es an die Einrichtung der FritzBox ging, wusste aber auch er nicht wirklich weiter – und prompt hatten wir die Kiste so verstellt, dass nix mehr lief. Also auf Werkszustand zurücksetzen. Aber wie geht das? Kein Handbuch parat, also schnell mal online geschaut. Eine Systemtelefonnummer sollte an einem direkt angeschlossenen Telefon gewählt werden. Ok, die Box war erst einmal wieder offen. Nach ca. 1 Stunde entließ ich ihn dann und versuchte mich alleine. Es ist recht simpel, wenn man nur die richtige Stelle findet, die man einstellen muss.

Erste Speedtests zeigten schon die Leistung, wobei die momentan beim Download auf „schlappe“ 18000 kbit/s abgefallen ist. Dafür ist der Upload mit fast 2000 kbit/s relativ konstant. Die Ubuntu-Koala-DVD hatte ich vorhin zeitweise mit 3,2 MB/s in der Liste 🙂