Archiv für die Kategorie ‘Technik’

Neues Spielzeug

Veröffentlicht: 16. Dezember 2009 in Android, Motorola Milestone, Nice, Technik

Lange schon blickte ich ein wenig neidvoll auf das HTC Magic eines Kollegen. So smart, so flott und doch so simpel, dieses Android. Sicherlich, es ist, als würde man Google alles überschreiben, was einem gehört. Aber man erhält auch viel dafür. Ich leide nicht unter Paranoia, also habe ich vor einer Weile auf GoogleMail umgestellt. Somit war dieses Thema schon mal gut vorbereitet. Ich habe bisher ein Nokia E71 genutzt. Sicherlich ein nettes Smartphone, allerdings mittlerweile nicht mehr State of the Art. Symbian S60, ein Browser, mit dem man aktuelle Websites nicht richtig sehen kann und teilweise echt nervige Bugs. Mein Plan war es, auf den Anfang des kommenden Jahres zu warten, wenn Android 2.0 etabliert wird und die Telefone auf den Markt schwappen.

Doch so lange brauchte ich gar nicht warten, denn das Motorola Milestone (a.k.a. Droid) gibt es schon jetzt, und zwar seit dem 16. November. Hier sind es abermals Vodafone und O2, die das Teil exklusiv anbieten – bisher. O2 setzt noch einen drauf und startete eine Sonderaktion (parallel übrigens zum Launch des neuen Palm Pre). Das Ganze nennt sich „MyHandy“ und ist nichts anderes als eine Ratenzahlung auf das doch recht teure Smartphone – allerdings ohne Mobilfunkvertrag (= SIM & Zugang) und mit automatischen Vertragsablauf nach 24 Monaten. In summa kommen beide Geräte auf 481,- Euro, was ein wenig unterhalb des üblichen Straßenpreises liegt (z.B. von Amazon). Vorteil aber – zumindest bei dem O2-Gerät: Die Apps aus dem AndroidMarket sind alle zugänglich (für Europa). Man liest viel über ungebundene Geräte, bei denen das nicht der Fall sein soll. Wie auch immer, nach kurzen Telefonaten in den O2-Shops meiner Stadt fand ich schnell das passende Gerät und holte es heute Abend ab. Für den Symbolischen Euro gab es einen kleinen dezenten Karton, der leider auch nicht mehr als ein Headset und eine CD als Zubehör enthält. Viel ist schon über das Milestone geschrieben worden, daher fasse ich nur meine ersten Eindrücke zusammen, die jetzt auch nicht länger als in ein paar Stunden gewachsen sind:

PROS

  • narrensichere Handhabung, was dem absolut famosen Android 2.0 geschuldet ist
  • sehr schneller Prozessor, der auch viele parallel laufende Apps flüssig laufen lässt
  • ein Browser, der es locker mit dem Safari-Pendant aus dem iPhone aufnehmen kann
  • wer „google“lig lebt, der hat alles beisammen
  • Apps ohne Ende, viele netterweise auch kostenfrei (ich habe Twidroid, eBuddy, Maps & Navigation sowie ein SSH-Client installiert)
  • ein Display, auf dem man auch HD-Filme schauen kann – brilliant!
  • mein erster kapazitiver Touchscreen mit virtueller Tastatur – aber nach ein paar Stunden gewöhnt man sich dran
  • Quertz-Tastatur zum Aufschieben (nicht so schick wie beim Xperia, aber durchaus tauglich)
  • sehr edle und solide Verarbeitung

CONS

  • schwacher Akku, aber ich habe auch viel rumgespielt
  • Bluetooth ein bissl dusselig zu handhaben
  • Sync mit Outlook initial etwas kompliziert (ich musste die Kontakte erst Google beibringen)
  • wird sehr warm, wenn man online ist – in der kalten Jahreszeit in der Hosentasche durchaus angenehm *g*
  • bissl eckig und nicht besonders schön, eher wie eine Tafel Herrenschokolade *g*

Vieles konnte ich noch nicht testen: Mediaplayer (Video, Audio), Navigation und GPS-Leistung sowie Exchange-Konten.

Fazit bisher: gute Investition, solider Slider mit ordentlich Leistung – und Android 2.0 wird nach den nächsten Updates sicherlich noch stabiler und komfortabler!

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Retrospektive

Veröffentlicht: 30. September 2009 in Bahn, Bekloppt oder was?, Die liebe Technik, Kombjuda, Kotz, Maloche, Nice, Technik

Fast 2 Jahre ist es her, dass ich die „Dienste“ der DB in Anspruch genommen habe. Zuverlässig im November schicken die mir meine Bahncard, und ich habe sie schon zwei Jahre nie in Anspruch genommen. Warum? Simpel: alte und gewohnte Verbindungen gibt es nicht mehr, Rauchen darf man schon lange nicht mehr bei der Bahn und die Verspätungen/Ausfälle konnte man wöchentlich in der Zeitung nachlesen. Es blieb das Auto und der Flieger, wenn es an „entlegende“ Orte geht (Bahn-technisch). Heute also nach langer Abstinenz mal wieder Bahnfahren. Toll, kein Streß mit Staus und bekloppten Autofahrern (die ohne Blinker usw.). Ziel: Hamburg. Aber es fing schon so an, wie ich es mir gedacht habe: die Wagenreihenfolge des Eurocity war in umgekehrter Reihenfolge, wie sie an der Tafel stand. Der komplette Bahnsteig spielte Rochade, die letzten 4 Wagen ging es direkt mitten durch, weil wir schon fuhren. Was heißt fahren… Zwischen Dresden und Berlin wird geschlichen, hier ist die Strecke immer noch nicht ausgebaut, so dass mit max. Tempo 80 gerödelt wird. Autofahren geht bis Berlin schneller. Dann Fahrkartenkontrolle. Ein Highlight auf so einer Fahrt. Das für mich neue Bahnportal kannte mich gestern Abend nicht mehr, also rasch neu angemeldet. Bahncard hinterlegt, als Zahlungsmittel die Firmen-Amex angegeben. Habe übersehen, dass auf dem Onlineticket diese auch als Legitimation stand – verloren! Denn ich hätte sie dann vorzeigen müssen. Ok, also nachlösen – nur leider nicht mit EC möglich. Gut, dass ich vorher Geld ausm Automaten geholt habe, sonst hätte ich in Elsterwerda (= am Arsch der Heide) aussteigen müssen. Muss mir also für die Rückfahrt noch eine Fahrkarte kaufen und das Onlineticket mühsam stornieren. Die Bahn kommt, aber für mich nicht mehr.
In HH angekommen, FONIC-Stick ausgepackt und ab ins Netz – nix da, denn in HH gibt es kein O2-Netz, jedenfalls nicht als UMTS oder gar HSDPA. Lediglich GPRS wurde mit 1 (in Worten: einem) Balken im Zimmer angeboten. In der Lobby war es immerhin UMTS, so dass ich mir wenigstens noch die PC Suite von Nokia runterladen konnte. Dem ging voraus, dass ich mein Vodafone-Vertrag auf Sorglos-Inet-Flat umgestellt habe, denn dies ist im Zimmer wenigstens mit EDGE verfügbar. Man gönnt sich ja sonst nix. Nach 4 (in Worten „vier“) Kontrollanrufen, bestätigte man mir, dass diese nun wirklich aktiv ist und ich nach Lust und Laune mit dem Telefon als Modem lossurfen kann. Ich behalte seitdem meine Rechnungsdaten permanent im Blick, denn von den Brüdern (und Schwestern) kennt man ja so einiges…
Die 2 Tage Schulung hier gehen flott vorbei, ich kann mich nach Lust und Laune über Notes 8/8.5 auslassen – das hat es verdient, und die Kunden hier ebenso.

Vor ein paar Wochen habe ich den Schritt in Richtung Smartphone-Welt gewagt. Mein Vodafone-Vertrag rief nach Verlängerung und damit verbunden auch nach einem neuen Handy. Mein aktuelles tat seinen Dienst tadellos (SE W810i), welches ich vor 2 Jahren aus meinem noch aktiven O2-Vertrag erhalten habe (ein Schnäppchen damals, inkl. Lautsprecher & SE-Fußball für 30 Ocken). Aber nun sollte es ein Smartphone sein. In der Firma setzen wir mittlerweile Lotus Traveler ein, ein Add-On des Domino-Servers der Version 8.x. Es wäre schon schick gewesen, alle Termine und Mails auch auf dem Telefon zu haben. Doch von vorne:

Im Vorfeld hatte ich mir schon das SE Xperia (X1) ausgesucht. Ich fasse nun kurz zusammen, was ich damit erlebt habe. Um das Modell zu erwerben, bietet sich die Zusatzoption zum Tarif „Internet Flat WAP“ von Vodafone an. Diese erlaubt das Surfen und Mailing ohne Streaming und ohne Nutzung des Telefons als Modem. Ok, reicht mir auch. Das X1 allerdings meinte es nicht gut mit mir. Selbst die manuell eingerichtete Verbindung zum passenden Access Point (wap.vodafone.de) resultierte immer in der Nutzung des falschen AP (web.vodafone.de), was mir auch permanent durch eine Warn-SMS bestätigt wurde. Ich gab das Gerät wieder ab, denn es handelte sich definitiv um einen Fehler. Auf das neue verzichtete ich gerne, denn das war nicht der einzige. Ich entschied mich – warum auch immer – für ein HTC Touch Pro. Äußerlich ein schmuckes Teil, der Touchscreen macht auch was her. Die Software allerdings (wie beim X1 aber auch wieder Windows Mobile 6.1 Professional) ist mehr als schrecklich: langsam, anfällig, umständlich. Für ein Handy viel zu umständlich. Ok, daran musste ich mich also gewöhnen, es ist ja auch ein Businessgerät. Dafür hält der Akku allerdings nicht genügend lange durch. Nach einem Tag war die Hälfte des Ladestands erreicht – muss das heute noch so sein? Abgesehen von der blöden Handhabung (nicht mal ein Gespräch kann man schmerzfrei annehmen) ist es einfach lästig, einfache Dinge wie eine SMS mit 5 Tippsern auf dem Touchscreen aufzurufen. Die eingebaute Tastatur ist zwar ganz nett, aber man muss stets beide Hände zum Tippen nehmen. Richtig schick ist hingegen nur Google-Maps, das mit diesem Display wirklich Spaß macht. Surfen wiederum ist nur was für geduldige Menschen, selbst bei HSDPA ist die Datenübertragung extrem langsam. Als Notes-Entwickler wollte ich zudem auch Lotus Traveler benutzen, ein Sync-Dienst für Domino. Leider ist die Version für Windows sehr fehlerhaft. Nach der Installation sind alle eingerichteten Mailaccounts gelöscht – danke Lotus!

Nägel mit Köpfen, ein anderes Gerät musste her. Seit Jahren habe ich neben Vodafone (und den auch schon viel länger) einen Vertrag bei O2. Diesen nutze ich nie sondern finanziere mir so sozusagen meine Tauschhandys alle 2 Jahre. Ich habe mich nach Jahren mal wieder für ein Nokia entschieden, das E71. Als OS kommt Symbian zum Einsatz. Was soll ich sagen: es bedient sich super einfach für ein Smartphone, das Os ist sehr schnell und plausibel aufgebaut. Ich brauchte glaube ich erst 2 Mal das Manual, z.B. um den Wecker zu finden. Hier ist übrigens ein Druckfehler sowohl in der Gedruckten wie auch in der PDF-Anleitung: die Snooze-Zeit beträgt doch 5 Minuten und nicht wie angegeben 5 Sekunden. Wäre auch ein wenig zu knapp… Surfen geht sehr schnell, die WLAN-Nutzung ist extrem einfach und sicher. Das GPS-Modul ist der Hammer: selbst in der Wohnung habe ich 7 Satelliten, um durch die Nokia Maps (vorinstalliert) zu navigieren. Von Nokia habe ich mir eine 7-Tages-Lizenz kostenlos schicken lassen – tolles Teil, wer braucht da schon Navigon & Co. Überhaupt ist der Empfang des Geräts spitzenmäßig und die Sprachqualität gut. Nun noch die Kür: Traveler für Symbian. Reibungslose Installation, keine Löschung von Accounts. Fehlt nur noch der Traveler-Server, der damit kompatibel ist (momentan nur die Version 8.0, nicht die benötigte 8.5er). Die Akkulaufzeit soll übrigens bis zu 480 Stunden Standby betragen – schau’n ‚mer mal. Einzig die Taschenlampen-Funktion… tja die fehlt 😉

Update: Sichtlich begeistert zeigte sich heute mein Chef (auch unser Admin) und hob unseren Domino auf 8.5 – so kann ich den Traveler nun ebenfalls nutzen 🙂 Gleichzeitig entschied er sich ebenfalls für das E71, denn eine Vertragsverlängerung steht an 😉

Low-Cost Server

Veröffentlicht: 23. September 2008 in Die liebe Technik, Linux, Nice, Technik

Seit ein paar Tagen mussten wir auf den einen Server in der Kammer verzichten. Der alte Athlon 1200 hat das zeitliche gesegnet, zumindest lief er nicht mehr stabil länger als einen Tag lang durch. Ich nehme an, es lag an den defekten Lüftern. Ersatz musste her.

Also flugs zum preiswertesten Anbieter in der Stadt geschaut und eine Fertigkiste (Athlon 3000+, 512MB) ausgesucht. Problem: das Ding musste erst bestellt werden. Der Verkäufer aber hatte eine bessere Alternative. Einzeilteile!

Nun werkelt ein Intel Atom 230 samt Board mit allem Pipapo in einem Billiggehäuse (sieht aber recht schick aus) mit 2 GB RAM im Kabuff – und das auch noch sehr gut und flott. Sparsam soll das Teil auch noch sein, die CPU verbraucht etwa 6 Watt. Kostenpunkt insgesamt: 105 Euro!

Ubuntu CentOS erkannte zwar das Onboard-LAN nicht, aber dank freiem PCI-Platz konnte ich eine alte 3Com-Karte nutzen.

Der Fileserver samt Ubuntu-Blog in einer VM ist also wieder online 🙂

Update vom 4. Oktober:

Auch der zweite Server ist nun getauscht gegen den Atom 230 – tolles Ding nach wie vor. Hatte kurz Panik, weil der Kernel ebenfalls welche hatte beim ersten Booten. Ich hatte vergessen, das Onboard-LAN abzuschalten und CentOS mag scheinbar den neuen Realtek-Chip nicht sonderlich. Jetzt daddelt Domino auch ein wenig flotter und vor allem sparsamer!

Zurück zur Steinzeit

Veröffentlicht: 30. Juli 2008 in Bekloppt oder was?, Kombjuda, Kotz, Technik

Ich kotze mal wieder!

Hier die Tags für Google: Vodafone, WLAN, Vista, Netzwerk.

Es kann nicht sein, dass man im 21. Jahrhundert diese Probleme hat. Ich habe mir die Vodafone-Connect-Drecks-Schreiß-Software installiert. Die Folge: alle Netzwerkverbingungen konnte ich neu einrichten. Damit nicht genug, ich darf das nun JEDESMAL machen, nachdem ich den Rechner neu gestartet habe. Das Zeug fliegt wieder runter, sobald ich zuhause bin, denn nicht mal die Ethernet-Connection mit Kabel läuft noch sauber.

UMTS. So eine Scheiße! Deutschland im Jahr 2008. UMTS in Ballungsgebieten soll flächendeckend vorhanden sein. Wißt ihr was? Ich scheiße auf Euch! Flächendeckend ist der Kommerz, den Halsabschneider wie Vodafone & Co hier betreiben. Es funktioniert nichts. 10x Reconnect, damit ich überhaupt mal online gehen kann. Mag an der Software liegen, made in Schieß-Mich-Tot, die nicht mal auf deutsch daher kommt. Mag an einem englischen Windows liegen, aber zum Teufel noch mal, sowas muss man nachträglich einstellen können. Wie soll Otto-Normal-DAU damit klar kommen?

Und dann noch das: packe ich das UMTS-Geraffel ein und versuche, ein Connect per Hotel-WLAN (auch Vodafone-Hotspot namens „The Cloud“) zu erhalten, öffnet sich nicht die versprochene Startseite im Browser, sobald man ihn öffnet. Was soll die Scheiße? Wollt ihr mich verarschen? F…. euch allesamt mit Eurer Technik!

Ich will im Hotel ein KABEL mit Internetzugang dahinter, der auch funktioniert! Ich gebe dafür gerne dann auch 29 Franken aus – siehe Post davor. Juckt mich nicht, denn ich habe keinen Streß und werde mind. 5 Jahre länger leben! Aber ihr Provider insgesamt, ihr kotzt micht derart an – und die Hersteller von so „toller“ Technik wie WLAN – so einen Rotz, der nicht funktioniert, braucht keiner. Windows „WichsDichDochTot“ Vista spielt hier auch noch eine Rolle. Die Netzwerkfunktionen sind unter aller Sau. Konnte man da nicht mehr Dialoge, Screens und Abfragen einbauen, damit es noch weniger Spaß macht? Ihr spinnt allesamt sowas von… Mann mann ich hab sooooo einen Hals! F…. euch! Nochmals und immer wieder gerne! Ich saufe jetzt das letzte Paulaner Hefe weg und geh pennen – anders packt man das echt nicht mehr!

Tschau!