Sonntagabend, Flughafen Dresden. Das Boarding des Fluges 4U2027 ist abgeschlossen, alles wartet auf den Take-Off Richtung Stuttgart. Und was passiert? Nichts. Es gibt draußen einen Wolkenbruch, aber das tut nichts zur Sache. Nein, wir warten „auf irgendetwas“. Selbst der Captain der Maschine ist sich nicht zu fein, persönlich aus dem Cockpit zu treten, nachdem er eine Ansage gemacht hat:
„Wir warten noch auf einen Passagier, der eingecheckt hat, aber nicht zum Boarding erschienen ist.“
Die Terror-Glocken leuten. Ein Passagier, der Gepäck aufgibt und dann nicht einsteigt? Hmmm.
Aber alles ist ganz harmlos. Dieser Typ, auf den alle warten, hat doch tatsächlich das Einsteigen verpennt. Es melden sich „Zeugen“ unter den bereits angeschnallten Fluggästen, die auf den schlafenden Fluggast am Terminal hinweisen. Selbst hier rennt der Captain direkt ins Terminal 9 und weckt den Kerl auf. Es fehlte nur noch ein hämischer Applaus, als dieser dann endlich die Maschine bestieg.
Mann, mann! Was muss ich für ein Vollhonk sein, wenn ich den Abflug fast verpenne? Sorry, aber da fällt mir nix mehr ein. Wir bekommen einen neuen Slot für den Start, umfliegen noch das Gewitter weiträumig Richtung Kamenz, um dann mit einer 360° Kurve gen Südwesten endlich auf Kurs zu gehen.